Topwords


Produktname:
Topwords
Autor (Produkt):
Verlag/Hersteller:
Erscheinungsjahr:
2020
Bezug:
im Handel erhältlich
Preis ab:
24,99 €
Heilmittel:
Fachbereich(e):
Neurologie (L), Sonstiges
Störungsbild(er):
Aphasie und kognitive Dysphasie, kognitives Hirnleistungstraining


Spieler:
Einzel- und Gruppentherapie
Spieldauer:
45 min
Geeignet für Visusgestörte:
Ja
Visusgestörte Hinweis:
Das Legen bzw. Stapeln könnte schwierig sein.
Geeignet für Blinde:
Nein
Hauptmaterial:
Plastik
Enthält Kleinteile:
Ja
Allrounder:
Nein
Günstig:
Nein


Komplexität des Spielaufbaus oder der -regeln:
Schriftgröße:
Hygiene:


Verpackung (Länge/Höhe/Breite):
257mm / 50mm / 260mm
Material (Länge/Höhe/Breite):
23mm / nullmm / 23mm

Content / Spielablauf

Geliefert wird hier eine erhöhte Spielplatte, kleine Ständer und ein Beutel mit Plastikbuchstabenplättchen. Das Spielfeld bietet deutlich weniger Platz zum Buchstabieren als ein Scrabblebrett, was unter anderem daran liegt, dass die Plättchen an sich schon größer sind als beim Standardspiel. Die weißen Buchstabenplättchen lassen sich ganz einfach stapeln. Ziel ist es, alle seine Buchstaben auf dem Spielbrett zu verteilen. Dabei dürfen gelegte Wörter im festgelegten Rahmen verändert werden, indem man die Buchstaben einfach stapelt.

Setting

Das Spiel ist gut geeignet für das kognitive Hirnleistungstraining oder eben auch für die Aphasietherapie. Voraussetzung: fundierte Kenntnisse im Bereich Lesen und Schreiben. Jeder bekommt ein festes Set an Buchstaben. Der Patient darf bei mir in der Regel anfangen. Bedingung: Das Wort muss mindestens fünf Buchstaben haben (weil man sonst das Brett nicht richtig ausnutzen kann). Das Wort wird dann gelegt. Dann bin ich an der Reihe. Man kann das Spiel entweder nach Anleitung spielen, oder es eben manipulieren und leiten.

Steigerungen/Hilfen

Das Leiten nehme ich häufig als Hilfe wahr. Dabei suche ich dann die passenden Buchstaben für den Patienten raus und lege Sie schon zum Nachziehen parat. Der Patient hat dann entweder die Möglichkeit, frei zu legen, oder ich gebe ein Wort vor und frage, ob es sich mit Hilfe der Buchstaben noch abwandeln lässt. Das Spiel ist an sich bereits recht anspruchsvoll. Deswegen bezweifle ich, dass man hier eine Steigerung brauchen wird.

Persönliche Rezension

Es ist jedes Mal das Gleiche: Irgendeine Arschgeige legt ein Wort, mit dem keiner was anfangen kann. Keiner kann anlegen, keiner kann erweitern, keiner mag solche Menschen. Scrabble lässt die Emotionen hochkochen, und in vielen Familien liegt der Duden als Überführungsinstrument schon parat, bevor der Beutel mit den Plättchen überhaupt ausgepackt ist.

Deswegen mag ich Topwords so gerne. Gerade bei Patienten, wo die Manipulation von Wörtern auf phonologischer Ebene schwer fällt, ist das Spiel wunderbar geeignet. Gelegte Wörter können hier ganz einfach verändert werden, indem ein Buchstabe darüber gelegt wird. Daher "spiele" ich das Spiel selten im eigentlichen Sinne, sondern nutze es eher als Plattform zur Wortmanipulation. Die Patienten bekommen in diesem Fall dann immer die Buchstaben von mir, und so habe ich gute Kontrolle darüber, was auf dem Brett passiert.

Ich bemängele in diesem Fall die Ständerchen, die für beeinträchtigte Personen deutlich zu kurz und zu klein sind. Die Plättchen an sich können die meisten Patienten gut greifen, aber das Ablegen und Aufnehmen der Plättchen vom Ständerchen ist eine Zumutung und selbst für "Grobmotoriker" wie mich eine echte Herausforderung. Daher legen wir hier in der Praxis die Buchstaben offen auf dem Tisch aus. Und das funktioniert soweit auch gut.